Triathlon Eschelbach

DANKE für die Glückwünsche

Watch me finish  --- Einfach Startnr. 1253 eingeben


10.10.2006

Jetzt gehts endlich los!!

Die Koffer sind gepackt, die Muckis trainiert. In wenigen Stunden werden Babs und ich in Frankfurt einchecken.
Am 11.10. um 8:25Uhr soll der Flieger abheben. Nach ca. 8 Std. sollten wir in Chicago landen. Dann gehts weiter nach Los Angeles, ca.4,5 Std. Flug.
Und anschließend gehn wir nochmal für ungefähr 5 Std. in die Luft, bis wir hoffentlich Heil und Happy in Kona landen. Dann ist hierzulande bereits Donnerstag früh 8:30Uhr.
Sobald ich dann den Jetlag verdaut habe, und irgendwo eine Internetverbindung bekomme, werde ich Euch neues berichten!


ALOHA!!!


Das ist sie, die beschauliche Bucht von Kona.
Am 21.Oktober wird hier das Wasser wieder "kochen"!

12.10.2006

#1 Wir sind da!!! :-))

Nach 23 Stunden Reise sind wir nun endlich in Kailua-Kona angekommen.
Der Flug war wie immer unerträglich lange, allerdings hatten wir beim Transatlantikflug ein Upgrade für die Buisness-Class (4000,-US$) bekommen.
Das einchecken war wie immer halb so dramatisch als angegeben. Keiner wollte die Bikes sehen, und auch sonst gabs keine weiteren Besonderheiten. Eine ganze Menge deutscher Triathlon Prominenz war mit im Flieger ua. T. Hellriegel, T. Bracht, A.Taubert und Michael Göhner der kommende Star am Langdistanzhimmel mit Familie. Bei denen saßen wir dann auch im Flieger. Ganz nette Schwoba aus Reutlingen.
Leider hatten sich drei übelriechende Gestalten in die Reihe vor uns gesetzt, daß uns fast übel wurde. So stink ich nicht nach einem Ironman nach Schweiß!
Babs hat sich dann irgendwann bei einem Flugbegleiter beschwert, und der hat uns dann in die Buisness-Class gesetzt. Mit allem was dazugehört!. Ich sags Euch - Endgeil!!
Noch nie bin ich so Relaxt geflogen. Sitze verstellen in alle Richtungen, Beautycase, Essen auf Tischdeckchen und Porzelan, usw.. Leider war das bei den anderen Flügen nicht mehr so angenehm. Wobei wir von LA nach Kona wieder an der Türe saßen und daduch wieder uneingeschränkte Beinfreiheit hatten. die Kiste war total überbucht, so dass einige Trias in LA übernachten mussten, und alle Räder konnten auch nicht mitgenommen werden. Meine waren zum Glück im Flieger.

In Kona angekommen hat uns Hannes und sein Team wie immer einen blumigen Empfang bereitet. Es war mal wieder übel schwül, da es kurz zuvor geregnet hat. Anschließend gings mit den gelben Hawaiianischen Schulbussen ins Appartement, wo erstmal lange ausschlafen angesagt war.

12.10.2006

#2 Kona Reef

Das erste Frühstück in unserem Appartement im Kona Reef war echt Atemberaubend,

bei diesem Anblick auf den Pazifik. Der ist zur Zeit recht aufgedreht, und schickt ordentliche Brecher an Land. Zur freude der Locals (Einheimische), die anscheinend den ganzen Tag im Wasser verbringen. Bin froh das wir nicht Ocean Deluxe gebucht haben, denn das Meer macht ordentlich Lärm.
Die Anlage ist ganz nett, die App. geräumig, alle notwendigen Haushaltsgeräte verfügbar, und man kann kostenlos mit seinem Laptop ins Internet. Allerdings hab ich in unserer Bude keinen Empfang, und muß deshalb
hier sitzen:-) Auch nicht schlecht, oder?


12.10.2006

#3 Aliì Drive Schaulaufen

Da es in diesem Jahr anscheinend öfter regnet als üblich, war heute kein lockeres radeln angesagt, sondern "Schaulaufen" auf dem berühmten Alii Drive.
Wichtig hierbei: Wettkampfmäßig gedresst sein, nie hart schnaufen, immer locker Vorfuß laufen, möglichst 4:30min und schneller. Ansonsten könnte man ja mit einem Einheimischen verwechselt werden. (Während ich das hier schreibe, startet Marino van Hohenacker, Ironman Austria Sieger, gerade freundlich grüßend zu seinem Lauftraining)
Im feinen Hawaiianischen Nieselregen bin ich dann mit noch ganz schön schweren Beinen, immer am Meer entlang, vorbei am White Sands und der Blue Church (dort wurden wir 2000 getraut!!) am Kahaluu Beach bis zum Surf and Racquet Club und wieder zurück gelaufen.
Waren ca.14 km und ich war hinterher ganz schön platt. Der Verkehr in Kona hat in den vergangenen Jahren anscheinend nochmals ordentlich zugenommen. Die stinkenden Autos waren ziehmlich nervig.
Es hat jetzt wieder aufgehört zu regnen, aber die Luftfeuchtigkeit ist noch genauso hoch; wie in einer Waschküche.



13.10.2006

#4 Delfine in der Kealakekua Bay

Heute hatte ich mich entschieden an der Radausfahrt mit HANNES Hawaii Team zur Kealakekua Bay teilzunehmen. Irgendwie hab ich den Abfahrtstermin im Aloha-Schreiben von Hannes verpeilt, und ich war, wie sich herausstellte, eine Stunde zu spät dran. Bin der Gruppe hinterhergehächelt. War heftig heiß heute morgen, und zudem gings entlang der Kona-Koffee Road ordentlich den Berg hoch. Ich war nur so am ölen. In Captain Cooks angekommen, gings die mühsam erklommenen Höhenmeter wieder hinab zur Bay.
Ich kam gerade noch rechtzeitig an, um mit der letzten Gruppe duch die Bay zum Captain Cooks Monument zu schwimmen (hin und zurück 2 Meilen; 3,2km). Alleine wär ich bei dem heftigen Wellengang wohl nicht ins Wasser. Nach ca. 30 min. war ich drüben. Dort wo der Seefahrer und Endecker Captain James Cook 1779 sein schreckliches Ende fand; er wurde von Einheimischen erschlagen.

Nach kurzer Verschnaufpause gig es wieder zurück. Plötzlich tauchten unter mir fünf Delfine auf. Nix Zoo oder Delfinarium oder Haustiere; echte wilde Delfine! Die legten später auch noch ein paar tolle Sprünge hin - einfach Großartig!
Nach dem wir wieder am Lavastrand angekommen waren, mussten wir noch der harten Brandung entkommen. Ich bin ohne Blessuren rausgekommen, andere hats ordentlich verspult.
Anschließend bin ich gemeinsam mit der Gruppe um Thomas Hellriegel und Stephan Vuckovic (das ist der, der sich über seine Silbermedaile bei Olympia in Sydney so gefreut hat) wieder hach Kona geradelt.
Vuckovic beim Lutschen

Und wie solls dieses Jahr anderst sein, es hat wieder angefangen zu regnen. Mit 80 Sachen in der Pisse bergab. Suuuuper!:-(
Anschließend haben wir unseren Mietwagen ab geholt. Haben vorsorglich auf einen Geländegängigen Chevy Equinox umgesattelt, damit wir, bei hoffentlich nicht weiterhin bescheidenem Wetter, mal in die Pampa von Big Island Cruisen können.




14.10.2006

#5 Berg und Tal Schwimmen

Heute war ich zum erten mal am Pier zum Schwimmen. Es war auch wieder ordentlich viel Triathlon Prominez anwesend. U.a. Norman Stadler, Natascha Badmann, Timo Bracht, Lori Bowden, Heather Fuhr, usw.
Es war zwar angenemer zu schwimmen als am Vortag in der Kealakekua Bay, aber das Meer war dennoch sehr unruhig. Auf die etwas mehr als 2 km hätte sich heute ein Höhenmesser gelohnt. Da wär bestimmt einiges an HM zusammengekommen, sowie das  geschauckelt hat.
Aber wenigstens ist heute das Wetter wieder so wie es hier zu sein hat - sonnig und heiß!





15.10.2006

#6 Big Trouble auf Big Island

Gestern Abend ist nun endlich auch unsere Cassandra auf Hawaii gelandet. Allerdings hatten sie einen ziehmlich unangenehmen Flug. Sie musste sich mehrmal in Ärtzliche Behandlung begeben. Egal - hauptsache da!
Wie jeden morgen,  so auch  heute, war um ca. 6:00 Uhr Frühstück im freien angesagt. Feine Sache, aber hier nichts ungewöhnliches. Anschließend hab ich mich für den Safety-Lane Run umgezogen, bin nochmals obligatorisch aufs Klo. Plötzlich, 7:07 Uhr, beginnt die Bude zu vibrieren, als ob eine Strassenwalze durch Zimmer fährt, und dann hat alles gewackelt als ob King Kong das Haus duchschütteln würde. Mir wurde schnell klar, dass es sich nicht um eine Strassenwalze handelt. Ruckzuck war auch der Strom weg. Also nix wie raus ins Freie.
Es hat sich sofort herausgestellt, dass bei uns Gebäudetechnisch alles soweit io ist. Also schnell wieder rein, die nötigsten Sachen wie Tickerts, Ausweise und Geld sowie ein paar Klamotten in einen Koffer, und ab zum Auto und weg vom Wasser. Auf dem weg zum Auto, 7:14 Uhr, hats dann nochmals ordentlich gerüttelt und geschüttelt. Ab in die Kiste und rauf Richtung Berge. Vom WAL-Markt Parkplatz in sicherer Höhe hat mein einen netten Überblick über Kona. Sämtliche Ampeln waren ausgefallen, die Supermärkte hatten wegen dem Stromausfall geschlossen und von den Lokalen Radiosendern war natürlich auch nichts mehr zu höhren.
Cassandra hatte von Anfang an voll die Panik-Attaken. Zuerst der Sch...Flug, und jetzt das. Sie hat am ganzen Leib gezittert, und war nicht mehr zu beruhigen. Also ab ins Kona Hospital. In der Not-Aufnahme war ordentlich was los. Ich hab mich gewundert, warum die die Patienten in einem vor dem Hospital aufgestellten Zelt behandeln.

Wie sich später für uns herausstellte, war das Krankenhaus auch in Mitleidenschaft gezogen worden, und musste Teilevakuiert werden.
Auf alle Fälle haben sie Cassandra wieder beruhigen können.
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass keine Welle zu erwarten war, sind wir wieder zurück ins Hotel. Da haben wir uns die News reingezogen. Zu unserer großen Verwunderung lag das Epizentrum des Erdbeebens gerade mal 15-20 Meilen vor Kailua-Kona. Und nicht wie zunächst unser Information war irgendwo zwischen Amerika und Hawaii.
 
Die Beschädigungen halten sich zum Glück in Grenzen. Bis auf eingestürzte Lavagesteinsmauern, mit Geröll und Felsbrocken versperrte und mit Rissen durchzogene Strassen und vereinzelte Schäden an den Fassaden, ist mir nichts bekannt.
Mittlerweile wissen wir, dass das erste Beben eine Stärke von 6,6 hatte , das zweite 5,8 und das dritte um 10:40 Uhr 4,4. Das hatten wir allerdings nicht wahrgenommen.
 
Richtig übel hat es allerdings Oahu erwischt, dort ist in Honolulu sowie am dortigen International Airport immer noch kein Strom. Deshalb sind auch alle Flüge gecancelt worden.
Einige Trias sitzen jetzt in LA und wissen nicht wie und was.

Etwas gutes hatte der Tag aber auch. Ein super geiles Wetter heute. Sonne pur. Allerdings weht heute ein Wind, daß das Schwimmen in aufgewühlten Meer unmöglich macht.
Gelegentlich denkt man dann auch noch dran, dass man eigentlich in sechs Tagen einen Ironman bestereiten soll. Bin ja gespannt was noch alle so passiert.

16.10.2006

#7  Verkürzte Radausfahrt

Nachdem sich nun die Lage auf Big Island wieder entspannt hat, sollte heute mal wieder an geregeltes Training gedacht werden. Das HANNES Team organisierte eine Radausfahrt. Geplant war, nach einem Bustransfer zum Radwendepunkt in Hawii, zurück nach Kona zu radeln, ca 90 km. Leider konnten die Busse nur bis Kawaihae fahren, da auf dem Highway Richtung Hawii eine Brücke wegen Rissen gesperrt war.
Dadurch hatte sich die Tour um 25 km verkürzt.
Die ersten 30 Kilometer liefs perfekt mit Rückenwind, dann kam der Wind. Sollte es am Samstag auch wieder so blasen, dann flipp ich aus. Alles in allem liefs trotzdem sehr gut.
Kurz vor Kona ist mir dann doch noch die Luft ausgegangen, allerdings am Hinterrad. Besser heute als beim Wettkampf.
 

Das Wetter war heute wieder ganz ok. Sobald man an einen Wind geschützten Ort kam, wars deftig warm. Allerdings sind für heute Abend Thunderstorms und Flash Floods angesagt. Könnte aber auch an der Insel vorbeiziehen. Die Vorboten haben das Meer auf alle Fälle noch mehr aufgedreht als es eh schon war. Da werd ich das Schwimmen morgen früh wohl erneut sausen lassen.

Man kanns zwar kaum erkennen, aber die sind wild!


17.10.2006

#8 Die Ironman Tage sind eröffnet

Nach dem allmorgendlichen Schwimmen am Pier, war heute Registrierung und Nationenparade angesagt. Aber vor allem Hang Loose, also Beine lang und Body in die Sonne.
Beim Schwimmen am Pier ist mittlerweile der Teufel los. Da sind mehr Trias und Reporter, als bei den meisten anderen Rennen am Race-Day.
Hab heute auch meinen Vereinskameraden Patrick Adam getroffen. Der hatte wegen des Erdbebens ganz schön Trouble bei der Fliegerei.
 
Aber jetzt ist ist er da, und findet wie alle Rookies (Erststarter) auf Hawaii, alles geil und überwältigend. Mir persönlich geht in diesem Jahr ein wenig der Aloha-Spirit ab. Es ist hier alles viel hektischer und voller geworden.
Schwimmen war ganz easy, das Wasser hat sich beruhigt. Die heftigen Gewitter, die heute nach über die Insel hinweg zogen, hatten wohl eine beruhigende Wirkung. Wobei man noch immer nicht von Ententeich reden kann.
Anschließend sind wir zur Registrierung gegangen. Juwie Ricklick´s Racenumber is #1253.
Mit dieser Nummer werde ich am Samstag also unterwegs sein. Die Registrierung hat wieder Spaß gemacht, die ist wie immer ein kultiges Erlebnis, mit vielen Glückwünschen der Kokua-Crew (Helfer). Jetzt hat man als Athlet den Bendel ums Handgelenk, und ist für jeden als "you do the Ironman" zu erkennen.

Danach war dann erst mal für einige Stunden rumhängen am Strand angesagt.
Heute war perfektes Beach Wetter, wenig Wolken und deshalb knüppelheiß.
Am Nachmittag war dann die Nationenparade angesagt. Die ist der offizielle Beginn der Ironman-Tage in Kona. Sämtliche Nationen und Offizelle, sowie Ironman Stars und Musikgruppen laufen, Candys und Goodies werfend, vom King Kamehameha Hotel zum Hale Halewai wo die Ironman Expo stattfindet.
 
Leider waren von den 217 gemeldeten deutschen Starten nur wenige anwesend. Vor allem die deutschen Stars glänzten durch Abwesenheit. Hat trotzdem wieder Spaß gemacht.



18.10.2006

#9 Ein ganz normaler Tag in Kona

Heute morgen bin ich mit Frank Mayer, AK 35 Agegouper aus Steinheim, zum Schwimmen ans Pier. Frank schwimmt genauso bescheiden wie ich, da fühl dann sogar ich mich mal schnell.
Heute war um 7 Uhr bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein schon wieder die Hölle los am Pier. Die Wogen waren heute wieder Manns hoch, so dass die Orientierung im aufgewühlten Pazifik recht schwierig war. Leider ist daduch die Sicht nach unten zu den bunten Fischen usw. gleich null.
Anschließend wird am Pier natürlich immer noch fachgesimpelt. Was unter Triathleten unter Umständen zu nicht mehr enden wollenden Gesprächen führen kann. Deshalb verzichten Babs und Cassy hin und wieder auf die Show am Pier, und begeben sich, sofern nichts anderes ansteht, lieber in aller Ruhe ans Meer.
Ich musste heute Vormittag dann noch meinen Platten Reifen wechseln, und das Rad putzen. Dabei hab ich festgestellt, dass mein Tretlager wackelt. Jetzt macht mir mein gutes altes Quintana ausgerechnet auf Hawaii Sorgen. Werd morgen mal einen Bike-Doctor aufsuchen, und dann schaun mer mal.
Am Nachmittag war dann die obligatorische Wettkampfbesprechung. Allzuviel Neues war dabei nicht zu erfahren. Einzig das die Regeln gegen das Windschattenfahren und die Penalty Regeln wurden leicht verändert. Ich hoffe aber, dass ich damit nichts zu tun habe.
Anschließen bin ich und Frank noch für ein Stündchen auf dem Queen K Highway rumgeradelt, wo es wieder gnadenlos heiß war. Dort sind jetzt vor allem die spät angereisten Japaner noch eifrig am trainieren.
Dann war Beach und Sunset angesagt. Ein ganz normaler Tag in Kona - ALOHA
  



19.10.2006

#10 Hang Loose

Heute war Hang Loose angesat. Also rumhängen.
Ein bisschen was haben wir dann aber trotzdem unternommem, nachdem ich ordentlich ausgepennt habe.
Zuerst sind wir in der Kahalauu Bay schnorcheln gegangen. Geil - wie im Aquarium.
Alle Farben und Formen von Fischen, und vor allem war der Hawaiianische Staatsfisch zu sehen.
 
Der Humuhumunukunukuapuaá. Und viele Turtels.
Anschließend haben wirs mal mit Golfen versucht                
Ist garnicht so einfach die Pille richtig zu treffen. Und zudem gibts Muskelkater in der Schwimmmuskulatur. Spaß hats trotzdem gemacht.
Heute war es übrigens tierisch heiß und wolkenlos. Ich hoffe, dass am Samstag ab und zu ein Wölkchen vorbeischaut.
Ach ja, das Tretlager am QR hab ich sicherheitshalber heute auch  noch tauschen lassen.
Und am Abend war die obligatorische Pasta-Party. Mit Landestypischen Tänzen und vielen einstimmenden Videos, wurden wir für den Wettkampf gemästet. Allerdings müssen Begleitpersonen dafür ordentlich blechen, 45$. Meine Mädels haben dankend abgelehnt, und sind schön ins Thai-Restaurant.
Heute hab ich mich übrigens den ganzen Tag total am Sack gefühlt und Hundemüde. Kann ja nur noch besser werden!


20.10.2006

#11 Es wird langsam ernst!

Vergangene Nacht hab ich zwar relativ gut geschlafen, war aber sobald ich aufgewacht bin total durch den Wind, als ob heute schon Raceday wäre. Ich hasse dieses Gefühl:-(
Und Morgen das selbe nochmal.
Heute morgen war dann erst mal ein viertel Stündchen locker Schwimmen am Pier angesagt. Frank und Patrick waren auch dabei. Das Meer war heute echt ruhig, hoffentlich auch morgen früh noch.

Patrick, ich und Frank, noch lächeln wir.

Am Vormittag hab ich dann mein Rad Wettkamffertig gemacht. Und danach nochmals kurz auf den Highway hinaus zu radeln, um alles zu checken. Alles i.O.
Es war wenig Wind und immer wieder Wolkenfelder, und nicht ganz so heiß. Das könnte was werden;-) Ich fühl mich jetzt auch wieder viel besser als gestern.

Aus mit Training, morgen wirds ernst auf dem Highway.

Dann war noch Wechselbeutel richten angesagt. Ein endlose Prozedur bei mir. Hab immer das Gefühl etwas vergessen zu haben. Aber irgendwann hab ich die Tüten dann zugemacht, und wir sind zum Bike Check-in ans Pier. Der Marshal beim Bike Check hat mein Quintana gerüttelt und geschüttelt, als wollte es zerlegen. Aber denkste. Alt aber gut!
    
Mein "Pferdchen" und ich.

Jetzt ist es 20:30 Uhr Kona-Time. Es hat zu regnen begonnen. Die Sonne ist längst zum letzten mal im Meer versunken. Wenn sie jetzt wieder hinterm Hualalai Vulkan auftaucht, sind es nur noch wenige Minuten bis zum Start der IRONMAN Triathlon World Championchips.
Dann gibts kein zurück mehr. Ich bin guter Dinge. Es kommt wie es kommen soll. Ich mach jetzt Schluß für heute.

Vielen vielen Dank für die vielen Glückwünsche im Vorfeld. Ich hab mich über jede Email und SMS  riesig gefreut! Danke auch an Michael von  Hohenlohe-Laufen, und Hannes Schray für den Link auf meine Seite, und an alle Leser. Mahalo
 
Ich hoffe morgen freudiges verkünden zu dürfen. See you



21.10.2006

#12 Raceday - IRONMAN World Championship

3:30 Uhr hat der Wecker geklingelt, und der Kontrollanruf aus Germany von meiner Mum kam auch pünktlich. Hab dann noch eine halbe Stunde auf dem Bett rumgelegen, bevor ich mich ans frühstücken machte. Allzu viel hab ich eh nicht runtergebracht, aber ein paar Kalorien sollte man sich vor so einem Tag schon gönnen.
Danach haben wir nochmals alles gecheckt: ZeitnahmeChip, Schwimmmütze, Schwimmanzug und Brille, Getränke fürs Rad, Eigenverpflegung, und und und. Um Fünf Uhr sind wir dann los Richtung Pier. Ich war mal wieder ordentlich aufgeregt.
 

Dort angekommen war dann erst mal Bodymarking angesagt. Da legen die Amis großen Wert drauf. Man darf sich auf keinen Fall vorher die Arme mit Sonnencreme einschmieren, da sonst die schwarze Farbe nicht hält.
Ein paar Meter weiter konnte man dann seine Eigenverpflegung abgeben. Hab mir fürs Radfahren extra eine Flasche "Teusser Iso" mit, und natürlich Salztabletten und EnergieGels. Fürs Laufen hab ich mir ein Kohlenhydat-Salzgetränk in den Beutel.
Dann gings weiter zum Fahrrad. Flaschen auffüllen, Luft aufpumpen (8bar), den richtigen Gang einlegen, Helm und Oakley griffbereit positionieren. Und dann hoffen, dass in ca. zwei Stunden alles noch so anzutreffen ist.
Übrigens sind an allen Stationen überaus freundliche und zuvor kommende Helfer die einem helfen und `Good Luck and have good Race wünschen`.
Dann hab ich Frank getroffen, der war erstaunlich locker. Wir hatten mittlerweile auch festgestellt, dass M. W. aus I. doch am Start sein muss, da sein Fahrrad mit seiner Nummer an seinem Platz stand. Im Vorfeld hat ihn keiner von uns in Kona gesehen.
Dann sind wir wieder zu unseren Familys getippelt.

Dann war natürlich noch das große Schlangestehen an den Toiletten angesagt. Melkfett an die richtigen Stellen, Bodyglide gegen wundscheuern. Schwimmanzug an, alles zurecht zupfen. Und dann war langsam Zeit Richtung Wasser zum Start zu latschen.
Der Abschied von meinen Mädels fällt mir immer ganz besonders schwer. Ich fühl mich da immer so klein, schwach und allein.
    

Kurz vor dem Schwimmeinstieg hab ich dann überraschenderweise ein bekanntes Gesicht erspäht. Ein weiter ehemaliger FzS Eschelbach Triathlon Starter sollte hier in Hawaii an den Start gehen. Nicht M., sondern Jürgen W. war hier. Wie kam weiß ich selber nicht genau, da wir nicht mehr viel Zeit zum labern hatten. Auf alle Fälle muß Markus erkrankt, (Aloha, und gute Besserung aus Kona) und gar nicht angereist sein, und dafür ist dann der jüngere Bruder an den Start. Hab ihm alles Gute gewünscht, und wirkich gehofft, dass er es durchzieht. Den ersten Ironman mit nur ein paar Wochen Vorbereitung, und dann gleich Hawaii. Das hat was.
Die Profis waren mittlerweile unterwegs. Die durften, warum auch immer, eine viertel Stunde vor uns starten.
Als wir in das `heilige` Wasser von Kona stiegen waren es nur noch wenige Minuten bis zum Start.
Dann hab ich mich von Frank verabschiedet, und hab auf den grossen Bang gewartet.
Es war wie immer sehr emotional, die Musik, die Anfeuerung, einfach die ganze Stimmung -einmalig. Man ist den Tränen nahe.
   

Und dann gings ab. Ich bin ganz gut weggekommen, bin auch nicht allzu sehr verklopfft worden. Hab mich immer rechts vom Feld aufgehalten, und konnte somit wenns eng wurde schnell ausweichen. Das Wasser war relativ ruhig, nur Strömungen gab mehr als genug. Immer wieder hatte man das Gefühl auf der Stelle zu schwimmen. Am Wendepunkt hatte ich dann schon die ersten Krämpfe in den Zehen. Immer wieder das draufgeklopfe von den Hinterherschwimmenden Konkurrenten. Ich kanns nicht ab. Hab ab und zu mal ausgetreten.
Auf dem Rückweg hatte ich dann richtig Wadenkrämpfe, und musste kurz anhalten. Aber irgendwie hat mich der Pazfik dann doch wieder ausgespuckt. Mit meiner Schwimmzeit von  
1:10:29 Std. war ich sehr zufrieden. Vor allem wenn ich die Schwimmzeit mit den Profis vergleiche, die alle über schwierige Bedingungen klagten. Wahrscheinlich lags an meinem neuen Schwimmanzug (vielen Dank an Babs:-) ).


Der Wechsel war ok. Hab mich auf dem langen Weg zum Rad nochmal ordendlich mit Sonnenmilch zukleistern lassen, die Riegel und Gels verstaut, und dann gings ab aufs Bike.
Im Bereich von Kona, am Pier, die Palani Road hoch und runter war die Hölle los. Gänsehaut pur. Ich hab natürlich wie gewohnt erst malrichtig Gas gegeben, und zahlreich sündhaft teure Bikes überholt. Nach der Schleife in Kona gings nochmal die Palani Road hoch. Dort hab ich  Babs und Cassy nochmal gesehen. Und dann gings hinaus auf den Queen Kaahuumanu Highway Richtung Hawi.
  
Eine nicht enden wollende Schlange Radfahrer war auf den langen geraden des Highways vor mir zu sehen. Meine grösste Angst war in den Pulks festzuhängen, und eine Zeitstrafe zu bekommen. Hier ist man schneller als bei einem Qualiwettkampf in seiner Leistungsdichte angekommen, und radelt nicht so einfach auf Platz 40 oder so vor. Hier sind die Besten aus den Qualifiern am Start. Es kam wie es kommen musste. Ganze Pulks waren unterwegs. Und immer wenn ein Marshall im Anflug war gaben die Jungs und Mädels (im Windschatten kommen auch die mit) Gas, zogen in Scharen vorbei, und liesen dann die Beine hängen. Die Überholten mussten sich dann zurückfallen lassen. Gegenhalten durfte man nicht, und angefangene Überholvorgänge mussten abgeschlossen werden. Sonst gibts ne Karte. Tja und beim zurücküberholen hat mir dann eine Tuss ne Karte wegen Blocking verpasst (meine erste Verwarnung seit ich Triathlon mache). Ich konnts zwar nicht verstehen, und war stinksauer. Hab mich deshalb immer weiter zurückfallen lassen.
Kurz vor dem Wendepunkt in Hawii kam dann Wind auf, heiß wurde es jetzt auch. Die Bedingungen waren bisher eh absolut Top. Am Wendepunkt in Hawii hab ich meinen Special-Needs-Bag mit Teusser-Benzin bekommen, und wenige Meter weiter war das Penalty Zelt. Dort mussten sich alle Verwarnten melden. Ich hatte eine gelbe Karte, also keine Zeitstrafe, nur unterschreiben, Startnummer markieren und ab.
  
Danach hab ich dann ordentlich Gas gegeben und wieder viele Lutscher eingeholt.
Irgangwann ist dann plötzlich Cassy johlend und winkend in einem Bus der HANNES-Crew  neben mir aufgetaucht, was unheimlich gut tat in den einsamen Lavafeldern. Etwas später hats dann zu schütten begonnen. Tiefhängende Wolken und Regen an der Kona-küste, dieses Jahr hats alles gegeben.
Kurz vor Kona hatten wir dann wieder richtig geilen Rückenwind. Hab bei Kilometer 174 das Bild von meiner kleinen Vini (die hat mich die ganze Zeit angestrahlt) vom Tacho abgenommen, und dann immer schön die Zahl 45 km/h gesehen. Das hat nochmal motiviert fürs laufen.
In Kona war natürlich wieder mächtig Stimmung. Am Pier wieder runter vom Bock, rein in die Wechselzone, Startnummer nach vorne und auf dem Weg zu den Beuteln Helm runter, und überlegen was zu tun ist. Durch den Beutelwald durch und ab ins Wechselzelt. Hab meine Radklamotten angelassen, nur Strümpfe und Laufschuhe angezogen, Käppi aufgesetzt meine Magnesium-Salz Getränk Flasche geschnappt und ab auf die Laufstrecke. Nach 6:12 Std. in Kona bereits laufen. So hab ich mir das vorgestellt. (Jetzt noch nen 3:25 Std. Marathon,das wärs.)
Hab mich nach dem Radfahren echt gut gefühlt, bin mit meiner Gruppe mitgelaufen, alles io.
Immer schön unter 7 Minuten die 1,6 km. Der Alii Drive war gut zu laufen, immer wieder Schatten, und jede Meile eine Verpflegung. Hatte mittlerweile auf SodiumGel und Cola umgestellt.
      
Ab Meile 5 am ersten Wendepunkt bekam ich zunehmend Magenkrämpe, was sich auch auf mein Lauftempo auswirkte. Ich konnte das Tempo einfach nicht mehr halten.
Die Palani Road hoch war ganz schön hart. Auf dem Highway Stadtauswärts wieder runter hat  mir dann auch noch die Wadenmuskulatur einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bekam immer häufiger Krämpfe. Hab mir aber vorgenommen immer weiter zu laufen, und nicht zu gehen oder gar stehen zu bleiben. Meinen Magen hab ich immer äusserlich mich Eis gekühlt, dann wars erträglich.
 
Das schlimmste war aber permanent überholt zu werden. Schlimm genug wenn man spürt das nichts geht. Aber es minütlich auch noch zu sehen nichts ändern zu können, ist der Horror. Irgendawnn war auch ich am zweiten Wendepunkt am EnergyLab angekommen. Von dort aus hat man wenigstens das Gefühl heimzulaufen. Ich hab mich auf dem Rückweg auch immer wieder damit motiviert unbedingt unter 10 Stunden zu bleiben. Stellenweise hats ganz schlecht ausgesehen.
Zum Glück war meine Babs meist in meiner Nähe, und die will man ja dann auch nicht enttäuschen, wenn sie schon die ganzen Strapatzen auf sich nimmt.
Der grösste Horror für meine  geschundenen Beine war dann die Palani Road runter und die Runde zum AliiDrive. Ich konnte ca. 300 Meter vor dem Ziel vor Wadenkrämpen nicht mehr laufen. Also dehnen. Weiterlaufen. 50 Meter vor dem Ziel das selbe Spiel. Es ging nicht mehr, und reinkrabbeln ins Ziel werd ich nicht. Die Zuschauer haben gebrüllt und angefeuert, aber wenns nicht geht, gehts nicht. Natürlich sind derweil etliche Läufer duch, aber Shit Happens.
Auf jeden Fall hab ich dann erhobenen Hauptes, aufrecht laufend und unter Zehn Stunden das Ziel in Kailua-Kona erreicht.
 

Bin mit ein wenig Abstand betracht, doch ganz zufrieden. Es wäre mehr dringewesen. Die Bedingungen waren echt gut. Aber hätte wenn und aber. 9:51:24 Std. und Platz 299 sind auch nicht so schlecht. Den bescheidenen Marathon (3:38:50 Std.) will ich möglichst bald wieder gerade bügeln. Spaß hat trotz aller Schmerzen wieder gemacht.
Spätesten auf der Zielinie, wenn es heißt "You are an Ironman"!

                
mit freundlichen Helferinnen,     mit Stephan Vuckovic,  mit U.Widmann und M. Schmidke,

mit Frank Mayer und


   mit meinen allerliebsten im Ziel

Ergebnisse



22.10.2006

#13 Der Tag danach

Gestern Abend sind wir, nachdem wir drei erst mal ein Stündchen gepennt haben, nochmal in die Stadt, um an der Finish-Line Party teilzunehmen, um die letzten Finisher nach 17 Std. im Ziel zu feiern. Natürlich haben wir (Frank und ich) uns auch ein paar Budweiser gegönnt.
Deshalb habe ich trotz aufgedrehter Muskeln schön lang ausgeschlafen.
Babs war natürlich schon ein Weilchen früher aus der Kiste, und hat schön Frühstück vorbereitet.
Meine beiden großen Zehen waren kurz vor dem explodieren. Dann hab ich den Druck mit gezielten Nadelstichen erstmal abgelassen.
Mit schmerzenden Beinen sind wir dann nach Kona, um die Finisher Fotos abzuholen, und Oakley Brillen zu tauschen.
Am Nachmittag war dann eine vom HANNES Hawaii Tours organisierte Bootsausfahrt auf dem
Programm. Mit dem Captain-Beans-Boot
gings an der Kona Küste entlang. Auf dem Kahn war für ausreichend Essen und Trinken gesorgt. Eine Hawaiianische Band machte Musik und Hula-Girls tantzen auf den Tischen.

Hat wieder riesig Spaß gemacht, Cassy musste auch mit einem Hawaiianer tanzen. Leider hab ich von dem Tanz keine Bilder.
Vom Boot runter gings vollgefuttert direkt zur Siegerehrung. Meine Mädels haben wieder auf die Luxuspasta verzichtet. Babs war vom PinaColada ohnehin schon ein wenig angenockt.

Dann hab ich mir die Filmchen, Dankesreden und Ehrungen gemeinsam mit Frank und ordentlich Bier reingezogen. Am stimmungsvollsten waren wieder die landestypischen Tänze und Vorführungen, sowie der abschließende Film vom diesjährigen Ironman.
Hinterher sind wir noch ins LuLu`s, wo sich traditionell auch alle Stars (Faris, Vucko, Helle, Brownie, Lieto, usw.) die Kanne geben. Hatte aber recht schnell mein Level erreicht, und bin dann heimgeeiert.


23.10.2006

#14 Nix besonderes

Heute war relaxen, Homepage aktualisieren und Beach angesagt.
Hab übrigens noch immer mächtig Muskelkater, und meine Zehen schmerzen wie Hölle.
In der Stadt kehrt langsam wieder Ruhe ein. Am Pier und auf dem Alii-Drive sind kaum noch Triathleten zu sehen. Und ich glaub, die vermisst jetzt auch keiner mehr.
Das Wetter ist seit dem Wettkampf wieder so wie man sich das auf Hawaii vorstellt.
Also soweit alles bestens.
 


24.10.2006

#15 Ausflug und Party

Heute waren wir im Norden der Insel, also den Kohala Mountains. Ein bisschen Kutltur muß schließlich auch sein. In Hawi war übrigens der Radwendepunkt.
     
Ganz schön windig und frisch dort oben. Aber alles saftig Grün und blumig. Auf dem Weg dorthin waren immer wieder tolle Strände, aber mit meinen schmerzenden Tretern darf ich nicht ins Salzwasser und der feine Sand ist auch nicht unbedingt Wundheilend. Also nur kucken. War trotzdem schön.
Später waren wir dann shopen im Hilo-Hatties. Da gibts die geilsten Hawaiihemden!
  
Nachdem wir unsere Kohle verprasst hatten, wollten meine Mädels mich noch ins Kona Hospital schleifen, da meine Zehen immer mehr schmerzten. Ich hab aber gekniffen. Vuckovic meinte ich soll drüberpissen, das hilft fast immer. Wird schon wieder werden.
Am Abend war GoodBeye Party bei Hannes angesagt. Barbecue, Trinken und Tanzen!? Bei den den ersten beiden war ich dick dabei. Aber an tanzen war nicht zu denken. Aber Cassy hat mich würdig vertreten.
  
Ein Teil der HANNES-Crew    Der Chef, Helle und Cassy beim tanzen

25.10.2006

 #16 OP unter Palmen

Heute wollte ich eigentlich auf den 4200 Meter hohen Mauna Kea Vulkan hochfahren. Es kommt aber immer anders als man denkt.
Babs hatte sich zwischenzeitlich bei Stefan und Annette Haupt in Neuenstein schlau gemacht, was ich tun oder schlucken soll. Also doch zum Doc und ev. Antibiotika. Toll:-(
Ich hab dann schon mal mit Fahrräder packen begonnen, als plötzlich Babs angedüst kam, und mich aufforderte ganz schnell an den Pool zu kommen. Also bin ich dort hin gehumpelt.
Irgendwie hatten die Mädels dort beim plaudern mit einer Bekanntschaft festgestellt, daß deren Mann Chirurg ist, und der sich die Sache doch mal ansehen könnte.
Am Pool haben alle schon auf mich gewartet. Der Doc, Peter Gerwien selbst Ironman Teilnehmer (3. Pl. Ak 55), schon in Radklamotten und Radschuhen für die anstehende Ausfahrt, hat sich dann die schmerzenden und mittlerweile sabbernden Dinger an meinem Fußende mal angeschaut.
Blick aus dem Besprechungszimmer

Man könnte die Nägel aufbohren, besser aber wäre abnehmen, da sie sich ohnehin schon gelöst haben, und sich dann die Wunde besser reinigt. Der Gedanke allein bereitete mir schon schweißausbrüche. Der Doc unterhielt sich kurz mit seiner Frau (Narkoseärztin), und sagte dann komm mal mit, das können wir gleich machen. Laut Babs muß ich ziehmlich geschockt ausgesehen haben. War ich auch!
Also ab ins Gerwien`sche Appartement auf den Balkon, Füße hoch.

Doc Peter (re.) bereitet die Op vor.
   Das war mein Blick während der OP

Der hatte echt alles dabei, was er zum schnippeln benötigte. Zum Glück auch  Betäubungsspritzen. Hölle hat das spritzen weh getan :-o. Ich konnte gar nicht hinsehen.
Dann noch ein bisschen Desifizieren und warten bis das Mittel wirkt. Ich hab mir mein TShirt übers Gesicht gezogen, damit ich nix sehe. Es zu spüren hat gereicht. Weh tats nicht mehr, aber man spürt trotzdem wie die Nägel abezogen werden. (stellts euch mal vor-geil, gell?) Ging Ratz Fatz, und schon lagen die Dinger neben mir.
Ein bisschen verbinden, Schmerztropfen und Verbandszeug mit, und schon war ich wieder entlassen.

Vielen Dank an Peter Gerwien und seine ganze Familie GOOD-JOB!!


26.10.2006

# 17 Vulkane

Auf dem Mauna Kea waren wir gestern nach der Zehen-Op nicht mehr. War uns doch zu abgelegen, falls wieder was mit den Tretern gewesen wäre. So haben wir uns entschieden 96 Meilen in den Volcano National Park zu fahren. Also hab ich mich hinten quer in unser Auto gelegt, immer schön die Beinchen nach oben, und Babs ist gefahren.
Zuerst hatten wir noch am BlackSandsBeach Pause gemacht. Dort lagen die Turtels mitnahme bereit am Strand herum. Die riesen Viecher hätten aber unser zulässiges Gesamtgewicht überschritten, sonst hätten wir eine mitgenommen.
 

Im Volcano Park gibts dann verschiedene interessante Krater und Aktivitäten zu sehen.
Die ich aber hier nicht alle auflisten und erklären will. Muss man selbst gesehen haben!
Am beeindruckensten ist aber immer die glühende Lava ins Meer laufen zu sehen. Fazinierend! Wir konnten das Naturschauspiel leider nur aus relativ großer Entfernung bestaunen, da ich als Fußkranker nicht 2 Meilen  durch unwegsame Lava latschen konnte. Hatte so schon genug Schmerzen und hab angeblich ständig gejammert. Babs meinte ich soll mich nicht so anstellen wie ein kleines Mädchen.
     
Im Lava-Tube                  Am Kilauea-Krater
 
Dampfender Vulkan                   Hier hört die Strasse auf!


Heute haben wir nochmal den faulen raushängen lassen, war ja unser vorletzter Tag. Man sollte ja ausgeruht wieder nach Hause kommen, deshalb haben wir uns heute
   
hier rumgedrückt und relaxt :-)

27.10.2006

# 18 Time to say Goodbye

So nun ist es leider wieder soweit. Wir müssen wieder heim.
Wir haben heute nocheinmal einen wunderschönen, sonnig heißen Tag verbracht.
Werden jetzt unsere Koffer verladen und an den Airport düsen. Dort müssen wir auch unseren liebgewonnenen Chevy-Equinox abgeben.
Ja und dann müssen wir auf den endloslangen UnitedAirlines Flug warten. Am frühen Sonntagmorgen werden wir dann in Frankfurt landen.
Es war trotz aller zt. chaotischen Umstände wieder eine wunderschöne Zeit hier auf Big Island.
Ich werd`s vermissen, und irgendwann wird`s mich bzw. uns bestimmt wieder hierher auf diesen wunderschönen Flecken Erde ziehen.
So nun werd ich`s gut sein lassen, und mein Labtop ausschalten.

Ich hoffe ihr hattet ein wenig Spaß, und konntet ein bisschen mitfühlen wie es hier so ist.
Mahalo
Uwe, Babs und Cassy
    

29.10.2009

#19 Wieder Zuhause

Good old Germany hat uns wohlbehalten wieder.
Nach einer insgesamt 27 Stunden (vom ersten einchecken bis heim an die Haustüre) dauernden Reise, sind wir nun wieder im unserem schönen Eschelbach angekommen.
Die drei Flüge waren ganz erträglich, wenns auch angenehmeres gibt.
Meine Zehen haben relativ schmerzfrei mitgemacht, und meine Mädels hatten auch alles im Griff.
In Eschelbach wurden wir herzlich von meiner Family (und lecker Essen) empfangen - Vielen Dank!!
Jetzt werden wir erst mal unseren Jetlag ausschlafen, und dann schaun mer mal ;-)


Hier noch ein paar nützliche Links

www.3athlon.de
www.tri2b.com
www.ironman.com