Triathlon Eschelbach

4.11.2007                                                    IRONMAN 70.3  Clearwater Beach / Florida

Die Koffer sind soweit alle gepackt. Morgen Mittag hebt der Flieger (siehe unten) für Babs und mich in Frankfurt Richtung Washington (8:50 Std) ab. Anschließend gehts weiter nach Tampa / Florida (2:20 Std),



und dann mit dem Mietwagen über viel Wasser und lange Brücken nach Clearwater Beach.



So siehts dort also aus. Wenn das Wasser steigt gibts dort wohl nicht viel Hoffnung. Aber die kommenden vierzehn Tage wirds schon halten, und die Sonne im Sunshine State Florida kräftig scheinen. Dort wo der gelbe Pfeil ist, wird unser Unterkunft sein, das "Sunrise Resort Motel". Bin mal gespannt was uns da erwartet!?!


Der blaue Pfeil steigt auf das sogenannte Pier 60. Dort soll am kommenden Samstag der Schwimmstart erfolgen, und auf den Strandabschnitt und Parkplatz dahiter die Wechselzone und das Ziel. Haben es also nicht besonders weit zum Start. Ich hoffe, dass wir einen flotten Internet Zugang haben werden, damit ich mich problemlos melden kann, sobald wir in Clearwater angekommen sind!

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05.11.2007                                                       #2 - Welcome in Sunshine State Florida

Nach einem relativ angenehmen acht Stunden Flug von Frankfurt nach Washington, einer nicht enden wollenden Warterei bei der Immigration (1:45 Std.!), und einem anschließend zwei Stunden dauernden Flug nach Tampa sind wir wohlbehalten in Florida angekommen. Nachdem wir unser Gepäck entgegen genommen haben ging’s zu Alamo Auto abholen. Wir haben uns einen Fourwheeldrive Jeep Liberty genommen,

 

müssen ja das Fahrrad transportieren. Ein Navi havorsichtshalber auch gleich mitgemietet. Denn schon vom Flugzeug aus war zu erkennen, dass es hier nicht ganz so relaxt zugeht wir in Hawaii. Als wir losgedüst sind hat uns das Gerät aber auch erstmal nur geärgert, weil viele Baustellen in Tampa sind, und deshalb die Strassen gesperrt waren, konnte ich dem gwatschenden Teil nicht immer folgen. Wir haben’s aber trotzdem nach Clearwater Beach geschafft. Um ca. 22 Uhr (4 Uhr MEZ) waren wir in unserem Motel.ben wir

    

Die Wohnung ist relativ einfach ausgestattet, aber ausreichend. Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, bin ich nochmal los, um etwas ess- und trinkbares zu besorgen. Hab uns an einer Tanke das nötigste besorgt, und um halb zwölf bin ich dann hundemüde neben meiner längst pofenden Babs ins Bett gefallen!!

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06.11.2007                                                       #3 - Die Lage checken

Ich bin heute um ca. acht Uhr aus den King-Size Federn gekrabbelt. Dann natürlich erst mal vor die Tür und Ausblick checken. Wie erwartet – toll! Blauer Himmel, Sonnenschein, blaue Clearwater Bay, vorbei segelnde Pelikane, unseren Pool und (schon wieder :-)) trainierende Triathleten! Wir haben dann ausgiebig gefrühstückt und die Klamotten ausgepackt. Anschließend hab ich mein Crono zusammen gebaut. War zum Glück alles noch heil. Hatte schon ein wenig Bauchweh wegen dem ganzen Carbon Schnickschnack im Koffer und der Tatsache wie die am Flughafen mit dem Gepäck umgehen. Ich hab die Küche zur Werkstatt umfunktioniert!

Gegen Mittag hab ich dann mal gecheckt ob man hier einen Internet Zugang bekommt. Und wie man sieht, es geht. Ein bisschen langsam aber es geht. Dann hab ich auch Andi Gmoser getroffen. Der war am Vortag ein bisschen länger Unterwegs. Er hatte zwar einen Direktflug nach Orlando, der etwa neun Stunden dauerte. Hatte aber danach für die ca. 80 Meilen nach Clearwater etwas länger gebraucht, weil er sich unfreiwillig Florida bei Nacht reingezogen hat ;-)!

Am Nachmittag haben wir uns dann zu einer ersten Biketour verabredet. Wir sind die erste Hälfte der Wettkampfstrecke abgefahren. Zu mehr als 57 km hat es nicht gereicht da es hier um 17.30 Uhr schlagartig dunkel wird. Außer an Brücken gibt es hier wie erwartet nicht viel Höhenmeter zu holen. Aber dafür schier endlos lange Geraden und viel Wind. Da muss ich auf ein faires Rennen hoffen, denn Flachlutschen können die meisten. Ich hoffe, dass nicht allzu viele Frankfurtstarter anwesend sind!!!! Landschaftlich ist die Strecke ganz ok, weil neu für uns Touris. Das Wetter ist übrigen bis auf den Wind fast optimal. Sonne, blauer Himmel und ca. 25°C.

 

Nachdem wir uns den Sonnenuntergang reingezogen haben, sind wir am Abend nach einer kleinen Shoppingtour zum Italiener, und haben uns die Bäuche mit Pasta und Pizza vollgeschlagen.

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07.11.2007                                                    #4 - Viel Wind

Heute Morgen bin ich nach dem Frühstück erstmal an den schneeweißen Strand zum Schwimmen. Ich hab meinen Augen fast nicht getraut. Was da im Wasser abging hat mich schon ein wenig geschockt. Die Athleten die sich ins Wasser gewagt haben sind sofort von den bereits ausgebrachten Bojen abgetrieben worden, und waren schnell nicht mehr hinter den Wellen zu sehen. Ich hab mir trotzdem meinen Neo übergezogen und bin leichtsinniger Weise ohne Begleitung rein in die Fluten. Heute war nämlich noch kein offizelles und bewachtes Schwimmtraining. Echt brutal wie es mich im, vom starken Wind aufgewühlten, Golf von Mexiko rumgeschüttelt hat. Keine großen hohen Wogen wie in Hawaii waren das, sondern so rund einen Meter hohe harte unregelmäßig kommende Kracher. Hab ordentlich Salzwasser gesoffen! Ich musste immer ca. 45° zur Schwimmrichtung anschwimmen, um halbwegs parallel zur Schwimmstrecke voran zu kommen. An der 500 Meter Boje hab ich genervt umgedreht. Mir wurde es auch zu gefährlich. Zurück natürlich das gleiche Spiel nu in die andere Richtung. Am Stand hat Babs bereits auf mich gewartet, und mir mitgeteilt, dass Andi gerade mit einer Gruppe raus geschwommen ist. Er hat die ganze Stecke geschwommen, und sah hinter her aus wie der Tod. Und er hat sich auch nicht viel besser Gefühlt.

 

Durch den heftigen Wind ist es heute relativ kühl, vielleicht 20°C, aber viiiiiiiiel Sonne, und das tut der Seele gut! Nachdem Schwimmen bin ich die drei Kilometer zu Andi`s Hotel, dem Sheraton Sand Key Resort, gelaufen. Dann sind wir gemeinsam eine Runde der Wettkampfstrecke abgelaufen. Beim laufen spürt man die ca. 25 Höhenmeter an der Brücke schon etwas mehr als beim radeln. Mir hat das laufen wenig ausgemacht, und ging recht locker. Ich fühl mich hier schon völlig wohl und akklimatisiert, vom Jetlag keine Spur! Bei Andi sieht’s da schon anders aus. Der hat gesaftet und gepumpt wie eine alte Dampfmaschine. Zuhause hat uns Babs schon mit Pasta erwartet.

  Der hatte auch Hunger.


Am Nachmittag sind wir nach Clearwater in die City zur Registration.Wird in Amerika wie immer zelebriert. Und wenn man als Athlet den Bändel am Handgelenk hat, ist man der Held.

   

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08.11.2007
#5 – Wie gestern

Heute früh war dasselbe Programm wie gestern angestanden. Ordentlich futtern, Neo packen und ab zum Strand. Dort waren heute mächtig viele Triathleten am Werk. Heute war die Gefahr von einem Meeresbewohner angegriffen zu werden deutlich geringer, da mehr Auswahl zur Verfügung stand. Die Wellen hatten sich ein wenig beruhigt, aber es war immer noch schlimm genug. Bin mit Andi wieder die ca. 1000 Meter geschwommen, und dann war gut. Haben uns danach erstmal einmal ordentlich Gatorade reingeschüttet.

  

Anschließend sind wir noch mal die Wettkampflaufrunde (11km) gerannt. Egal wie schnell (verrat ich nicht) aber es ging gut. Die Temperatur lag so bei ca. 20-22°C. Der Wind ist allerdings immer noch heftig, und drückt auch beim laufen ordentlich auf die Brust! Andis Beine sind angeblich immer noch schwer wie Blei.

 

Dass das Space Shuttle heute gelandet ist haben wir erst zu spät mitbekommen. Wollte dort unbedingt hin. Wir waren stattdessen shoppen, sind am Strand und am Pool rumgehangen. Und ich muss mich immer wieder mit der Datenübertragung und Handhabung dieser Homepage rumärgern.

Am Abend waren Andi und ich bei der Pasta oder Welcome Party. Geile Location, alles Open Air am weißen Strand – aber arschkalt der Wind. Hab die Wollmütze aufgehabt!!! 

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08.11.2007                                                     #6 - Homepage ???

was ist das?? ich Babs, soll jetzt mal die Homepage machen, oh gott wie geht den dassss?
Uwe und Andy sind jetzt auf der Pastaparty und ich ärgere mich mit der Homepage rum.
Ich muss mich da erst mal reinschaffen. Ist das erste mal das ich so was mache.
O.K. bekomme ich auch hin, den bis jetzt habe ich alles geschafft was ich mir vorgenommen habe. Der Uwe wird schon recht schauen wenn er nach Hause kommt.
So, jetzt werd ich noch ein paar Bildchen einfügen und dann ist für Heute Schluß.

Ich grüße alle
Babs

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09.11.2007
#7 - Die Vorbereitung beginnt!

War heute nach dem Frühstück noch mal tausend Meter schwimmen. Bin dann mit Babs zur Wettkampfbesprechung gefahren. Ist zwar immer das gleiche, gehört aber nun mal dazu. Babs hat derweil am Strand nach Muscheln gesucht. Das macht sie ja besonders gern! Ich hab danach meine Wettkampftüten gerichtet, Startnummer an Rad gemacht.

Und wird jetzt noch eine Runde auf dem Highway „ballern“ gehen.


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09.11.2007                                                       #8 - Es ist angerichtet

Die abschließende Radrunde ist nochmal ganz gut gelaufen. Der Wind auf der  fünf Kilometer langen Bayside Bridge war deluxe, permanent 50 -55 Sachen auf dem Tacho. Zurück wars dann Schluß mit lustig, da hat mir der Wind ordentlich zugesetzt. Aber morgen stört mich das hoffentlich nicht.

Am Nachmittag kam Mike Earley aus Neckarsulm zu Besuch bei uns vorbei. Er mach mit seiner Frau Gabi gerade eine Florida Rundreise, und will uns morgen in den Allerwertesten treten!!


Wir sind dann alle gemeinsam zum Bike Check in gegangen. Fahrrad und Beutel sind nun am Platz in der Wechselzone. Es ist also angerichtet, jetzt kann es losgehen.

Sobald ich morgen im Ziel sein werde, werden wir uns melden und mitteilen wie`s gelaufen ist. Ich hoffe, dass ich früh Feierabend habe. Ich werde alles geben, bin aber nicht zu Euporisch, da mein Akku schon gewaltig angeschlagen ist.

Wer das Rennen verfolgen will, sollte ab ca. 13 Uhr (MEZ) hier drauf klicken www.ironman.70.3   Meine Startnummer ist #428, Andi hat die #661.

Zur abschließenden Wettkampfvorbereitung waren wir heute Abend noch gemeinsam beim Italiener essen.


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10.11.2007                                                      #9 – IRONMAN 70.3 World Championships

Babs hat mich heute Morgen um 4:20 Uhr aus den Federn geholt. Da ich ja so rund 3 Stunden vor der Belastung Frühstücken sollte. Hab ich auch gemacht. Da sich die Vorwettkampf Aufregung in Grenzen gehalten hat, war’s kein Problem, ein paar Kalorien zuzuführen. Um 5:30 Uhr bin ich zum Bodymarking marschiert, und anschließend hab ich an meinem Rad die Reifen auf 12 Bar aufgepumpt und die Trinkflaschen aufgefüllt. Dann Helm und Brille griffbereit positionieren, den Weg durch die Wechselzone noch mal abgehen und dann hoffen, dass später alles klappt.


 

Zum Glück lag unser Appartement nur ca. 200 Meter von der Wechselzone entfernt, so konnte ich anschließend fern ab von Hektik und Trubel meine Wettkampfvorbereitungen (Klo gehen, eincremen, anziehen, dehnen, mit Cassy telefonieren) erledigen. Kurz vor sieben sind Babs und ich dann zum Start beim Pier 60 getippelt. Langsam kam dann auch die Aufregung. Nachdem die erste Startgruppe mit den Pro Damen gestartet war, bin ich kurz zum einschwimmen gegangen. Das Meer war heute absolut ruhig. Wie ein Ententeich im Vergleich zu den vergangenen Tagen. Aber die Wassertemperatur betrug heute höchstens noch 19°C.


Dann hab ich mich von Babs verabschiedet, und bin in meinen Vorstart Korridor gegangen. Die Altersklasse Männer 35-39 wurde aufgrund der hohen Starterzahl (220) in zwei Startgruppen aufgeteilt. Alle anderen Ak`s wurden in einem Block ins Rennen geschickt.


Gestartet wurde vom Strand aus. Ein Landstart also. Erstmal ein paar Meter auf Sand rennen, dann duchs flache Wasser, Kopfsprung und ab geht die Post. Hab mich aus dem großen Geklopfe herausgehalten und dadurch recht gut vorangekommen. Die Bedingungen waren wie gesagt echt Top. Bis zur Wende hatte ich keine Probleme. Aber der Rückweg war chaotisch. Da meine Schwimmbrille angelaufen war und die Sonne noch so tief stand, hab ich gar nichts mehr gesehen, und bin kreuz und quer durch den Golf von Mexico gepaddelt. Hab mich an meinen Konkurrenten orientiert und so den Weg aus dem Wasser gefunden. Mit meiner Schwimmzeit von 31:25 Min. war ich zufrieden. Das bedeutete zu diesem Zeitpunkt Platz 519.

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In der Wechselzone bin ich dann erstmal an meinem Beutel vorbeigerast. Das Suchen hat aber nicht allzu viel Zeit gekostet. Im Wechselzelt dann rein in die Socken und Radschuhe, Neoanzug verpacken und ab zum Rad. Mein Rad hab ich zum Glück gleich gefunden. Dort noch den Zeitfahrhelm auf die Rübe gequetscht die Oakley ins Gesicht und ab ging die Post. Alles in Allem hat der Wechsel doch wieder zu lange gedauert!

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Auf dem Rad hab ich dann gleich begonnen die enteilten Schwimmer einzufangen. Das Radfahren auf diesem Highspeed Kurs ist echt der Hammer. Das kleine Kettenblatt ist reiner Ballast. Ich weiß nicht ob mein Tacho mal unter 30 km/h angezeigt hat. Stellenweise brettert man auf einem vierspurigen Highway parallel zu den Autos mit fünfzig Sachen. So toll das ist, es hat auch sehr viele Nachteile. Irgendwann wird’s langweilig wenn keine anständigen Steigungen kommen, die Lutscher sind nicht los zu bekommen und zudem können die meisten die sich für diesen Event qualifiziert haben, im Flachen auch schnell fahren. Nach fünfzig bis sechtzig Kilometer Temporausch ging  bei mir dann auch die Konzentration auf die Belastung flöten. Da es ja relativ selten vorkam, dass ich überholt wurde (eigentlich hat das dauerhaft gar keiner geschafft!), hab ich das Gefühl für die Geschwindigkeit verloren, und mein Puls ist unmerklich immer weiter nach unten.

Ich war dann froh als das endlose geballer vorbei war, und ich drei Kilometer vor Wechselzone Zwei die 25 Höhenmeter über die Memorial Causeway Bridge hoch drücken konnte. Oben auf der Brücke wartete Babs schon zum anfeuern.

Für die 90 Kilometer hab ich 2:13:36 Std. gebraucht. Das entspricht einer Durschnittsgeschwindigkeit von 40,5 km/h. Toll, aber da sind viele bis zu zehn Minuten schneller gefahren. Angeblich war sogar eine Frau schneller als ich auf dem Rad!!!!


Als ich als 198. vom Rad gestiegen bin hat mir gleich meine linke Fußsohle geschmerzt. Das hab ich immer wenn ich Falten in den Socken habe. Dementsprechend bin ich dann auch wie auf Eiern losgelaufen. Nach fünfhundert Metern haben mich Gabi und Mike angefeuert. Die Stimmung in Clearwater Beach war echt geil! Auf dem Weg zur ersten laufenden Überquerung der Brücke kam mir Andi, der Zehn Minuten nach mir gestartet ist, auf dem Rad entgegen. Babs hat mich dann auf der Brücke empfangen.


Dort ist auch die Spitze der Männer auf deren zweiter Laufrunde an mir vorbei. Absolut irre das Lauftempo von denen. Ich bin zu dem Zeitpunkt ca. 4 Min/km gelaufen, aber ich hab gedacht ich stehe. Rund einen 3:20er Schnitt sind die da gerannt! Ich bin immer besser in Fahrt gekommen, aber so richtig schnell wollte es einfach nicht werden. Da halfen auch die Anfeuerungen von Babs, Gabi und Mike nichts. Richtig leiden musste ich allerdings nicht. Nur die dritte und vierte Brücken Überquerung haben ordentlich reingezogen. Zudem wurde es gegen Mittag richtig warm, und der Wind blies auf der langen Geraden jetzt auch ganz ordentlich.

Den letzten Kilometer hab ich dann noch mal etwas schneller abgespult, und hab zum Dank dafür auf der Zielgeraden wieder meinen obligatorischen Muskelkrampf bekommen. Deshalb hab beim Zieleinlauf wohl auch etwas mitgenommen ausgesehen. Aber mir gings eigentlich echt gut!

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Mein gestecktes Ziel unter 4:15 Std. zu bleiben, hab ich um 45 Sekunden verpasst. Und für den Halbmarathon hab ich auch länger (1:25:13 Std.) gebraucht als erwartet. Aber in der Altersklasse wollte ich unter die Top Ten, und das hab ich mit Platz 8 auch erreicht! Endlich WINTERPAUSE!!!!!

Babs hat im Ziel schon auf mich gewartet. Ebenso Gabi und Mike. Und der hat  sein Versprechen gehalten, und ist mit Budweiser und Corona Bier zur Stelle gewesen. War das Geil, zur Erholung ein eisgekühltes (in Tüten verhülltes) Corona reinstürzen! Andi hat mit 4:23:31 Std. (Ak 8.) auch nicht lange auf sich warten lassen.

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Und dann haben wir auf das Saisonende und den offiziellen Urlaubsbeginn noch einige mal angestoßen!! Die Bedingungen für einen Saisonabschluß können fast nicht besser sein als hier: stahlblauer wolkenloser Himmel, knallende Sonne, schneeweißer Sandstrand und eine ausgelassenen Stimmung.


Die Zeit zwischen Rennen und Siegerehrung haben wir bei uns am Pool verbracht und uns noch mal ein paar Beverages gegönnt.


Auf der Siegerehrung am Sand Key Strand haben wir uns dann ordentlich voll gefuttert und weiter amüsiert. War echt lustig. Zum Abschluss gab’s noch ein tolles Feuerwerk.


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12.11.2007                                                       #10 - Vielen Dank

Vielen Dank für die Grüße und Glückwünsche aus der Heimat.                              Lege mich zum Dank dafür für jeden von Euch für zehn Minuten in die Sonne  am schneeweißen Strand von Clearwater Beach  ;-))

Die Ironman 70.3 Ergebnisse gibt es hier.

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11.11.2007                                                         #11 – Sonne, Strand und Meer

Ich war heute, trotz ordentlich „Gas“ von gestern, schon vor Sonnenaufgang wach. Ich bin dann gleich mal einkaufen gefahren. In Amerika geht das ja auch Sonntags!


Nach dem Frühstück haben wir uns die sündhaft teueren IM 70.3 Souvenirs und Klamotten angeschaut, und gehofft es gibt dort das eine oder andere Schnäppchen. Nix da – unbezahlbar!


Danach sind wir an den Sand Key Strand zum Sonnenbaden. Einfach herrlich. Babs hat sich wieder mit Muscheln suchen beschäftigt, Andi und ich haben in der Sonne gepennt.


Als der große Hunger kam, haben wir uns Burger (was sonst!) besorgt. Ich hatte zum Glück so großen Hunger, dass ich meinen Ratz Fatz verdrückt hatte. Babs hat ihren ein wenig mehr genossen, bis die frechen Möwen ihr mit einem geschickten Ablenkungsmanöver den halben Burger aus der Hand geklaut haben!


Am Nachmittag sind Babs und ich dann die Küste in Richtung Süden gecruist, und haben dabei an verschiedenen Stränden Stopps eingelegt.

Den Sonnenuntergang haben wir uns dann in Fort De Soto reingezogen. Immerhin Amerikas #1 Beach 2005!!

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14.11.2007                                                  #12 - Winterpause in Florida

Bereits am Dienstagabend bin ich schon wieder unruhig geworden, und habe Lust nach Bewegung in Form von Laufen verspürt. Selbst Babs hat schon gefragt, ob ich nicht mal wieder laufen wolle. Aber man will ja konsequent sein, und die verdiente Pause auch zur Erholung nutzen. Da ich hier aber Unmengen von Donuts, Cinnemon Rolls und Cookies verdrücke,

 

Andi den gleichen Gedanken hatte, und zudem Mittwoch war, also Lauftreff (Wasser gibt’s genug, nur der Turm fehlt!), hab ich am Mittwochmorgen einen schönen lockeren 11km Strandlauf gemacht: Hat echt gut getan. Zudem ist von Winter hier weit und breit nichts zusehen oder spüren.

 

Danach haben wir uns noch für eine Weile in die Sonne gelegt, und den Pelikanen bei Fischen zugeschaut.

Gegen Mittag haben Babs und ich uns Richtung Süden aufgemacht. Dabei sind wir über die beeindruckende Skywaybridge gefahren. Traumhaft so lange übers Wasser zu fahren.

Irgendwann haben wir dann auch noch Andi aufgegabelt, der die gleiche Idee hatte, aber für die Umsetzung etwas länger brauchte.

Wir haben einen Abstecher in den Mayaka State River Park gemacht. Natur pur. Dschungel und Sumpf wie man sich das in Florida vorstellt. Und am Fluss tatsächlich wilde Alligatoren.

 

Da die Großmäuler frei rumkrabbeln, und die geierähnlich und gefährlich aussehenden wilden Truthähne in Scharen über uns kreisten, haben wir auf eine Kanufahrt auf dem Fluss verzichtet!

Danach sind wir nach Fort Myers weitergefahren. Als wir dort angekommen sind war das Museum, der ehemalige Wintersitz von Tomas A. Edisson (Erfinder der Glühbirne und Grammophon) und Henry Ford (Auto), bereits geschlossen. Wir sind dann etwas planlos nach Fort Myers Beach weitergefahren.

 

Haben dort lediglich bei „Channel Mark“ schön Waterfront diniert,  und uns danach auf die über 250 Kilometer lange Heimfahrt gemacht.


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15.11.2007

#13 - Entspannung pur


Da wir von der langen Autofahrerei vom Vortag etwas kaputt waren, haben wir uns am Vormittag am Beach rumgedrückt. Stundenlang Muscheln suchen. Ist echt entspannend, und man merkt gar nicht wie weit man dabei läuft.


    


Beim Baden im Golf sind dann plötzlich eine Gruppe Delfine unweit vom Strand aufgetaucht.  Da ist sogar Babs weiter ins Wasser rein!! Leider sind die Säuger nicht ganz hergekommen und schnell wieder im Meer verschwunden.

Nachdem wir genug Sonne getankt und entspannt hatten, sind wir nach Elleton in ein Outlet Village gefahren um auch den Geldbeutel etwas zu „entspannen“.

Dort sollte man zum shoppen eine Kreditkarte ohne Limit haben!



16.11.2007                                                    #14 - Orlando

Heute war Orlando angesagt. Das liegt ca. zwei Autostunden von Clearwater Beach entfernt. Wir haben uns für  Sea-World entschieden. Zum Glück war es heute windig und relativ kühl, dadurch haben wir keinen Beachtag versäumt und es waren nicht so viele Besucher im Park.

Die Delfin und Orca-Shows sind wirklich beeindruckend, und für die Zuschauer in den ersten Reihen ziemlich feucht.


 


Bei der Wildwasserfahrt haben aber auch wir ordentlich Wasser abbekommen. Zum trocknen haben sich Andi und ich dann an der „Kraken“ Achterbahn angestellt. Als wir dann an der Reihe waren ist uns ordentlich der Stift gegangen. Andi war vor lauter schreien hinterher heiser. Sieben Loopings, 105 km/h schnell und zweimal verschwindet man im Boden – echt krass das Teil. Ich war froh als ich wieder raus durfte. Es hat ne ganze Weile gedauert bis ich wieder klar war. Man wird halt nicht jünger ;-)

Absolut toll war das Delfine füttern und streicheln. Da war Babs ganz in ihrem Element.


   


Nach Sea-World haben wir noch ewig das Hard Rock Cafe Orlando gesucht, und irgendwann dann auch genervt gefunden.

Hammergeil die Bude.

  

Liegt mitten in der Universal Studios. Da sind die Gäste ewig Schlange gestanden. Wir haben uns so reingeschmuggelt, und haben lecker gegessen. Es war gleichzeitig unser Abschiedsessen, da Andi sich für die restlichen drei Tage die Ostküste anschaut.


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17.11.2007                                                        #15 - Gedanken zum Vierziger

Habe heute mal mein Rad verpackt. Ich brauchs hier ja nicht mehr. Und mich dann an den Pool gelegt.

   

Genieße jetzt meine letzten „dreißiger“ Stunden in der warmen Sonne von Florida. Zuhause wär’s jetzt bald soweit. Hier erst sechs Stunden später. Werde nachher, nachdem ich gemeinsam mit Babs den Sonnenuntergang am Pier 60 angeschaut habe, vielleicht noch mal ein Läufchen machen, und dann hoffen, dass die „vierziger“ nicht so schlimm und gebrechlich werden wie viele prophezeien.

 

Wenn das neue Jahrzehnt ähnlich ereignisreich und erfolgreich wie das Vergangene wird, werde ich mich nicht beschweren.

 War ganz schön was geboten, in den letzten zehn Jahren.



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18.11.2007                                                        #16 - Die Herausforderung

Jetzt hab ich also auch das Schwabenalter erreicht. Wenn auch um sechs Stunden 

später;-) Genügend graue Haare hab ich ja schon und Opa bin ich auch. Da passt die neue "Altersklasse" ja ganz gut zu mir.

Nach einem Sekt-Fühstück mit leckerer Ami Geburtstags-Torte,



gings heute in Busch Gardens Afrika nach Tampa. Ein Vergnügungspark mit Tierpark und Achterbahnen usw..

Ich hab mir vorgenommen als neu Vierziger gleich mal zu testen was noch geht. Also alle Achterbahnen zu fahren.


Sechs Stück an der Zahl. Und was für welche!!!!!

Ich hab die Herausforderung bestanden. Aber ich war froh als der Park geschlossen hat, und wir easy mit unserem Jeep heimcruisen konnten.

Riesig hab ich mich darüber gefreut, als Andi wieder in Clearwater bei uns aufgetaucht ist, und es sich nicht nehmen ließ, mir persönlich zum Geburtstag zu gratulieren.



Vielen Dank, für die zahlreichen Glückwünsche zum Geburtstag!

Hat mich gefreut, zu sehen wie viele Leute an einen Denken.

Danke


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19.11.2007                                                          #17 - Time to say Goodbeye

Jetzt ist es bald soweit. Wir sitzen schon am Gate im Fulghafen von Tampa. Wir haben auch schon wieder lange Klamotten an.

Heute Morgen hab ich noch einmal ein lockeres Läufchen gemacht. Danach haben wir die Koffer gepackt und uns dann noch einmal am Strand in die Sonne zu legen.



Andi und ich haben uns zum Abschluß nocheinmal ein paar Kraulzüge im Golf von Mexico gegönnt. Danach sind wir hierher losgedüst.


War eine wirklich schöne Zeit hier. Babs und ich sind uns sicher, dass wir hier nicht zum letzten mal waren.

Wir hören und sehen uns in good (c)old Germany

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