Triathlon Eschelbach

GORE TEX Transalpine-Run

05.09.-12.09.2009                                von Oberstdorf nach Schlanders



Ich, bzw. wir werden versuchen auf dieser Seite täglich von unserer Tour zu berichten!
 

Wir hoffen natürlich, dass wir nur solch ein Wetter und Panorama haben werden!!

Zeitungsbericht

GORE TEX Transalpine-Run – Der Auftakt

Am Freitag sind Babs und ich in unserem gelben Globescout Wohnmobil vom WoMo-Verleih Grombach, nach Oberstdorf gedüst. Im Gepäck zig Sportklamotten, Tonnen von Energy Riegeln und Gels und haufenweise Laufschuhe! Schließlich weiß niemand von uns, was da eigentlich auf mich wartet. Mein Teampartner Mac Mühlbeyer, Karla und Nic (WauWau) waren bereits am Vortag angereist.
Am Freitag war dann bei nicht allzu tollem Wetter der erste offizielle Teil, die Registrierung und Abholung der Startunterlagen, sowie am Abend die Welcome Nudelparty mit Nationenparade und offiziellem Streckenbriefing.
Ich war zwar nicht wirklich aufgeregt, aber die Nacht vor dem ersten Startschuss hab ich dennoch nicht besonders gut geschlafen. Es hat auch ziemlich viel geregnet.
Am Samstagmorgen war dann Gott sei Dank der Piss vorbei, und die Wolken sind aufgerissen. Aber frisch wars!!

Die Etappen

1. Etappe 2009: Oberstdorf(GER) - Lech am Arlberg (AUT)

Vertikaldistanz: 

2543 Höhenmeter im Aufstieg,1915 Höhenmeter im Abstieg.

Horizontaldistanz: 

35,03 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

1. Etappe  Sa. 05.09.2009  Oberstdorf (D) – Lech am Arlberg (A)
Nachdem wir uns in unsere Magic-Sportfood Einteiler gezwängt hatten, unsere Rucksäcke, Futter und Trinken gerichtet hatten, haben wir uns mit unseren Mädels zum Start begeben. Um 10 Uhr sollte es dann für rund 250 Zweierteams in der Ortsmitte von Oberstdorf (813m) losgehen. Mit dem AC/DC Klassiker Highway to Hell wurden wir auf die erste Etappe geschickt.

 

Zuerst ging durch engen Gassen von Oberstdorf hinaus zum Renksteg auf Asphalt. Wir sind die Sache relativ relaxed angegangen, was gar nicht so einfach ist, wenn alle losheizen. Aber es stand zum Auftakt gleich eine Hammer-Etappe mit 35 Kilometer und über 2500 Höhenmetern in Aufstieg. Nach den ersten 13 Km waren schon fast 1200 Höhenmeter. Trotzdem gings dann erst richtig zur Sache. Auf einem alpinen Steig ging hoch zur Fiderescharte (2210m). Dort war noch alles mit Neuschnee der in der Nacht gefallen war „gezuckert“. Das Tempo war ordentlich, immer darauf achtend nicht zu überpacen. Bergab in unwegsamem sehr rutschigem Gelände wurden wir dann von einigen Teams wieder überholt. Aber die Sicherheit geht vor. Das Panorama war wie im Allgäu üblich Traumhaft, ebenso das Wetter. Auf dem Krumbacher Höhenweg gings zur Mindelheimer Hütte (2058m) und dann hinüber zum Schrofenpass (1681m), der sehr schön, aber ordentlich ausgesetzt zu erreichen war. Dann gings weiter nach Warth (1403m) wo die zweite Kontrolle bzw. Verpflegung war. Danach waren die letzten Zehn Kilometer auf zum Teil erdigem und super rutschigem Geläuf zu absolvieren. Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir nach 4:36 Std. als 22. Gesamt total happy ins Ziel in Lech am Arlberg (1441m).

Alles in allem eine tolle aber anspruchsvolle Etappe, die noch keine größeren Spuren bei uns beiden hinterlassen hat.
Bei der Pasta Party am Abend sind wir fast erfroren. Im Zelt wars Schweinekalt. Unsere Mädels haben uns im Womo wieder Aufgetaut.

http://www.transalpine-run.com/pdf2/1_Lech.pdf

2. Etappe 2009: Lech am Arlberg (AUT) - St. Anton (AUT)

Vertikaldistanz: 

2014 Höhenmeter im Aufstieg, 2169 Höhenmeter im Abstieg.

Horizontaldistanz

23,83 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

2.Etappe  So. 06.09.2009  Lech am Arlberg (A) – St. Anton am Arlberg (A)
Aufgrund der eisigen Temperaturen am Morgen, wurden der Start um zwei Stunden verschoben.

 

Also gings erst um 10 Uhr bei 5°C los. Aber blauer Himmel und Sonnenschein ließen die Temperaturen ertragen.

Zudem wurde es uns bereits nach rund 1000 Metern schon ordentlich warm. Denn da ging es auch gleich schon zur Sache. Auf den ersten rund 7 Kilometern bis zum Rüfikopf (2350m) waren bereits 1000 Höhenmeter zu erklimmen. Wir haben uns im Anstieg zwei erfahrenen Bergläufern angeschlossen, die die Strecke schon kannten. Die rieten uns bloß nicht zu schnell den ersten Berg rauf, denn da sollte noch ordentlich was folgen. Beim Abstieg konnten wir ihnen natürlich nicht folgen, aber auf den Traverssen oder leichten Anstiegen sind wir immer wieder aufgeschlossen. Auf den abschüssigen Passagen musste Mac mich immer wieder einbremsen. Aber wenn die Masse mal im Bewegung ist, dann geht’s halt vorwärts (bergab). Nach einer anspruchsvollen Querung ging auf Neuschnee Hammersteil hoch zum Vallugagrat (2750m). Die Bergwelt und das Panorama dort waren überwältigend. Leider musste man sich so sehr auf die „Laufstrecke“ konzentrieren, dass man zum Umschauen selten Zeit hatte. Danach gings Seilversichert in einer steilen Steinschlag gefährdeten Rinne kletternd wieder bergab. Absolut crazy!! Danach lief man immer wieder Gefahr, auf dem Schnee in manchen Passagen, abzuschmieren. Vom Grat hinab, vorbei an der Ulmer Hütte bis nach St. Anton (1286m) waren auf 9,5 km rund 1500 Meter im Abstieg zu bewältigen. Hat tierisch Spaß gemacht, pfeift aber ganz schön in die Oberschenkel.

Im Ziel waren wir nach 3.24:49 Std.. Für die 24,6 km bedeutet das ein 8:19 min/km Schnitt!!!! Heute belegten wir den 6 Platz in der Mastersklasse und den 26. Gesamtplatz.

Mac taten heute die Knie ein wenig weh. Bei mir werden die Keulen zwar schwer, sonst ist alles ok.

Die Pastaparty in St. Anton war echt geil, aber ich hab mich total überfressen! 
ttp://www.transalpine-run.com/pdf2/2_StAnton.pdf        

3. Etappe 2009: ST. ANTON (AUT) - GALTÜR (AUT)

Vertikaldistanz: 

2437 Höhenmeter im Aufstieg, 2134 Höhenmeter im Abstieg.

Horizontaldistanz: 

32,97 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

3.Etappe  Mo. 07.09.2009  St. Anton am Arlberg (A) – Galtür im Paznauntal (A)
Mit starken Halsschmerzen bin ich mitten in der Nacht aufgewacht. Unter normalen Umständen hätt ich gesagt - das wars. Hab mir Ibuprofen reingehaut und weiter gepennt. Viel besser wars Morgens zwar nicht, aber Fieber hatt ich zum Glück keins.

Deshalb war auch klar, dass ich mir die 33 Kilometer und 2437 Höhenmeter reinziehen werde – ohne Medikamente!!


Um 8 Uhr war Start in St. Anton. Aufgrund unserer Platzierung in der Mastersklasse, durften wir wieder im ersten Startblock starten. Trotzdem gingen wir verhalten an. Es ging gleich wieder hoch. Auf einem breiten aber steilen Wanderweg gings hoch zur Darmstädter Hütte auf 2384m zur ersten Kontrolle und Verpflegung. Mac tänzelte zwar immer vorneweg, ich ließ mich aber nicht beirren, und lief / ging mein eigenes Tempo. Mein Puls war heute vermutlich wegen der Erkältung eher im Keller. Meine Beine waren erstaunlich gut!
Nach der Hütte gings weiter steil hoch durch ein Geröllfeld und Klettereinlagen bis zum Kuchenjoch (2730m).

 

Danach dann das gewohnte Bild – auf den folgenden rund 1000 Abstiegsmetern überholten uns gut und gerne 15 Teams. Ist zwar nicht schlimm, aber`s wurmt. Ab der Konstanzer Hütte (1770m) gings dann wieder lang das Pasultal bergauf. Dort wurde es richtig warm, und ich zog ordentlich an meinen Trinkflaschen. Auf den letzten rund 300 Höhenmetern bis zum Schafbicheljoch (2636m) gings mir richtig Scheiße. Mir wurde heiß, dann wieder kalt. Und die Waden wollten auch nicht mehr so recht. Aber ich / wir sind dennoch oben angekommen. Beim Downhill bin ich dann wieder aufgeblüht. Vom Joch waren noch rund 8,5 Kilometer zurückzulegen. Die letzen drei auf Asphalt leicht ansteigend, haben mir gefühlt mehr Substanz geraubt als die Dreißig Kilometer zuvor.

Endlich nach 4:59:23 Std. in Galtür (1568m) angekommen, konnte ich mich gar nicht richtig freuen.

Es war zwar landschaftlich und sportlich wieder eine gigantische Etappe. Körperlich bin ich aber ordentlich angeknockt. Die ersten Blasen hab ich jetzt auch schon.
Morgen folgt die längste Etappe. Mal sehen was dabei rauskommt. Ich hoffe mein Halsweh verschwindet, dann geht’s auch wieder bergauf! 
 http://services.datasport.com/2009/lauf/transalpine/stage3/RANG023.HTM      

4. Etappe 2009: GALTÜR (AUT) - SCUOL (SUI)

Vertikaldistanz: 

2339 Höhenmeter im Aufstieg, 2734 Höhenmeter im Abstieg.

Horizontaldistanz: 

39,92 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

4. Etappe Di. 08.09.2009 Galtür im Paznauntal (A) – Scoul im Engadin (CH)
Da meine Erkältung ist immer noch nicht weg war, hab ich mich für den Lauf wieder warm eingepackt. Obwohl die Wettervorhersage für die Königsetappe warme Temperaturen versprach, hab ich mir ein Halstuch gegönnt. Beim Start um 9 Uhr wars allerdings noch ziemlich kalt. Wie jeden Morgen wurden wir wieder mit fetziger Musik aus dem Etappenort verabschiedet.

Von Galtür (1568m) ging es zunächst auf einer Forststrasse ca. 10 km lang leicht ansteigend das Jamtal hinauf bis zur Jamtalhütte (2165m). Das war natürlich das optimale Terrain für einen Läufer wie Mac, der locker flockig voraus lief. Ab der Jamtalhütte gings dann wieder etwas alpiner auf schmalen Steigen hoch bis zum Futschölpass (2768m). Ab einer Höhe von rund 2500m hats mir wieder ordentlich den Helm verdreht, und mir wurde schwindelig. Aber irgendwie bin ich bei meinen beiden Weggefährten drangeblieben.

Mit denen bin ich dann auch in den folgenden Abstieg. Da Mac schon voraus war, bin ich gelöster Bremse die Hänge runter. Mittlerweile ist es bei wolkenlosem Himmel ganz schön warm geworden. Bei km 18 auf 1980m gings dann wieder bergauf zur zweiten Verpflegung auf die Alp Laret (2202m). Dort hab ich soviel gedudelt, dass ich anschließend ordentlich Magengrummeln bekam.

Auf dem steilen Anstieg hoch zum Piz Clünas (2793m) bin ich fast krepiert. Die Rübe hat gebrummt, mir war schlecht und mit der Kraft wars nach über 3,5 Std. auch nicht mehr weit her. Aber irgendwie hab ichs trotzdem wieder hoch geschafft. Beim Abstieg hab ich mich halbwegs erholt. Da die Wege trocken und nicht allzu unwegsam waren, ließ es auch Mac jetzt ganz schön runter laufen. Die letzten rund sechs Kilometer waren dieselben, die am nächsten Tag als Bergsprint berghoch in Angriff genommen werden. Der Anblick der Strecke verdarb mir schon ein wenig die Vorfreude. In Scouls (1194m) wurden wir als 20. in der Gesamtwertung und 5. in der Mastersklasse begrüßt.

         

Da waren wir natürlich total happy. Ich war aber schon am Sack, und meine Blasen gedeihten immer mehr. Nach einem kühlen Bad im Dorfbrunnen von Scouls, einem kühlen Weizen (alkfei!!) und einer kleinen OP, hab ich mich erst mal Massieren lassen.
Nach 4 Tagen und mittlerweile über 130 Kilometern, 9300m hoch und rund 9000m runter, tun mir die Haxen ganz schön weh. Morgen werd ich auf Schadensbegrenzung aus sein, und bin froh, dass die Wettkampfdauer nur rund eine Stunde betragen wird.


Unsere beiden Mädels machen übrigens auch einen super Job. Während wir uns über die Berge wuchten, fahren sie zu den nächsten Etappenorten und richten alles für uns.

Sie begrüßen uns im Ziel und Verwöhnen uns! DANKE 

5. Etappe 2009: SCUOL (SUI) Bergsprint

Vertikaldistanz: 

936 Höhenmeter im Aufstieg.

Horizontaldistanz: 

6,19 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

5. Etappe Mi. 09.09.2009 Scoul (CH) – Bergsprint
Ordentlich ausgeschlafen, aber mit total verschnupfter Nase bin ich heute Morgen aufgewacht. Ich bekomm die Erkältung einfach nicht los. Aber zum Glück wars heute wieder schön warm. Und aufgrund unseres 24. Gesamtplatzes mussten wir erst um genau 12 Uhr starten. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge der Gesamtwertung, in 30 Sekundenabständen. Bis zum Ziel des Bergsprints auf der Mittelstation Motta Naluns (2130m) lagen 6,19 km und 936 Höhenmeter vor uns.

Mac und ich haben uns wie abgemacht recht schnell nach dem Start getrennt. Da ich sein Tempo am Berg eh nicht mitgehen kann, und die zwei Minuten Abstandsregel heute nicht galt, war es für ihn natürlich eine Herausforderung mal zu schauen was geht. Für mich galt nur so schnell wie möglich hoch zu „walken“. Den Drehzahlbegrenzer auf max. 90% eingestellt, kam ich trotzdem ganz gut voran. Von den Schnellen die nach mir gestartet waren haben mich nur wenige eingeholt. Mac war bereits nach 45:50 Minuten oben!!! Ich war mit meinen Stöcken 4:45 Minuten länger unterwegs. Aber trotzdem wieder am Sack. Nach ein paar Schlucke High5 bin ich wieder zum Leben erwacht. Danach gings gleich noch auf der Bergstation zur Pastaparty mit vielem guten Essen. Nachdem wir vollgefuttert waren, stand noch die Siegerehrung an. Völlig überraschend wurden wir beide als drittplatzierte der Masterswertung aufs Podest gebeten. Das war soooo geil – da hätt ich nie mit gerechnet!

Einfach unglaublich!! Schade war nur, dass ausgerechnet heute unsere Mädels nicht am Ziel waren. Deshalb gibt’s auch noch keine Fotos.
Morgen steht wieder eine lange Etappe mit 37 Kilometer an. Da ist dann wieder die Ausdauer gefragt. 


ERFAHREN – ERLEBEN - ENTDECKEN
TRANS-ALPINE-RUN 2009
Zwischenbericht nach 5 von 8 Tagesetappen von Markus "MAC" Mühlbeyer

Karla, Nick (Hund) und ich befinden uns seit Samstag, 05.09.09 gemeinsam mit Uwe und Babs Richlik im Urlaub! Oder doch nicht? Vermutlich verstehen viele Zeitgenossen unter Urlaub etwas anderes, denn seit Samstag rennen Uwe und ich freiwillig über die Berge. 138,5 Km, 10269 Höhenmeter im Anstieg, 8952 Höhenmeter im Abstieg haben wir bisweilen unter die Fußsolen gebracht.

Bei schönstem Wetter durften wir bisweilen die Allgäuer-, Arlberger,- und Paznauner Alpen mit „einem Auge“ genießen, denn die Strecken bergauf, insbesondere bergab, ließen nur einen kurzen Blick auf die sagenhafte Bergwelt erhaschen. Für mich selber ist der Trans-Alpine-Run die bisher größte sportliche Herausforderung. Dabei geht es mir nicht um Bestzeiten und Platzierungen, es geht um Abenteuer, Kameradschaft und maximalen Spaß bei neuer sportlicher Herausforderung. „Der Weg ist das Ziel“ - und dieser endet für mich am 12.09.09 im italienischen Latsch (hoffentlich).

Daß sich bei all den neuen persönlichen Eindrücken auch noch der sportliche Erfolg eingefunden hat (3. Platz beim Bergsprint in Scuol, Kategorie „Master“), motiviert für die restlichen drei Etappen ungemein, war aber nie angestrebt.

Ein Satz noch zum Thema „Team“. Wir konnten inzwischen die unterschiedlichsten Teamkonstellationen bei den Teilnehmern kennenlernen: „das verbissene“, „das erfolgsverwöhnte“, „das zielstrebige“, „das hoffentlich ankommen“ usw. Team. Unser Team würde ich in die Kategorie „nur kein Streß beim sportlichem Erfolg“ einteilen.

Acht Etappen, rund 240 km und 15000 Höhenmeter sind kein Pappenstiel und davor sollten alle Teilnehmer den nötigen Respekt haben. Ich habe diesen immer noch und ich denke das Team „MacUwe“ (Magic-Sport-Food.de) hat bisweilen die richtige Mischung hierfür gefunden.

Mac Mühlbeyer 
         

6. Etappe 2009: SCUOL (SUI) - MALS (ITA)

Vertikaldistanz: 

1332 Höhenmeter im Aufstieg, 1474 Höhenmeter im Abstieg.

Horizontaldistanz: 

37,02 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

 6. Etappe Do.10.09.2009 Scoul – Mals im Vinschgau

Meine Erkältung war heute erträglicher, ist aber noch nicht ganz weg.
Nach dem Bergsprint von gestern, stand heute wieder eine „richtige“ Etappe auf dem Marschplan. Allerdings eine, vorsichtig ausgedrückt, recht einfache. Da auf 37 Km nur ein Anstieg mit 1365 Höhenmeter anstand. Natürlich noch happy vom Erfolg des Vortags, gingen Mac und ich an den Start.


Bei frischen 6°C gings in Scoul (1260m) um 8 Uhr los. Die ersten 6 Kilometer gings das Inntal abwärts bis nach Sur En (1133m). Ab dann stieg die Strecke permanent an. Vorbei an der ersten Verpflegung an der Uina Dadaint (1763m) ging es auf schmalem Pfad und zT. in den Fels gehauenen Durchgängen durch die Uina Schlucht. Das war ein richtiges Highlight. Leider hat man viel zu weinig Zeit und Konzentration, um sich diese wunderbaren Ausblicke richtig reinzuziehen. Oben am Schlinigpass (2261m) angekommen, war ich total platt. Es ging von der einen auf die andere Minute nix mehr. Hab mir ein Koffein-Gel reingezogen, und hab mich irgendwie hinter Mac hergeschleppt. Der hatte zum Glück auch ein kleines Tief. Nach rund 21 Km war der höchste Punkt (2315m) erreicht. Ab dort befanden wir uns in Südtirol / Italien. Dann gings zuerst auf einem Höhenweg wellig dahin. Dann auf unterschiedlichem Geläuf hinab ins Vinschgau. Diesmal taten auch mir beim runter rennen die Keulen ordentlich weh.Im Tal angekommen, waren noch gut fünf Kilometer auf einem asphaltierten Radweg zu absolvieren. Kaum unten, überholten uns auch schon die Jung vom Schwarzwald-Express. Da die direkt um uns platziert sind, waren wir natürlich interessiert an denen dran zu bleiben. Da hab ich mich aber echt strecken müssen. Fünf Kilometer können sooooo lang sein. Ich musste zwar eine kleine Lücke reisen lassen, aber der Abstand war trotzdem recht gering. In Mals sind wir dann mit Vollgas durch die Gassen regelrecht ins Ziel geflogen.

 

Wir hatten zwar 10 Sekunden Rückstand auf die Jungs, landeten aber mit der Zeit von 3:41:20 Std. erneut auf dem dritten Platz in der Masterskategorie.
Kaum zu glauben, aber irgendwie läufts!!!
Sind heute Abend natürlich erneut mit Stolz auf dem Podest gestanden. Diesmal waren auch unsere Mädels anwesend. (Wir laufen immer so „schnell“, dass sie nicht so lange alleine sind!)
Langsam kennt man uns auch Feld. Bin mal gespannt was morgen bei der Strecke auf Dach der Tour so passiert. Ist ja bekanntlich meine letzte Etappe. Danach fahr mit Babs ja wieder zurück nach Good old Germany, um beim ebmpapst-marathon mein Unwesen zu treiben. Ist zwar Schade, lässt sich aber nicht ändern! 

        

Ergebnis

7. Etappe 2009: MALS (ITA) - SCHLANDERS (ITA)

Vertikaldistanz: 

2004 Höhenmeter im Aufstieg, 2339 Höhenmeter im Abstieg.

Horizontaldistanz: 

34,51 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

      



Ergebnis

Zeitungsbericht

8. Etappe 2009: SCHLANDERS (ITA) - LATSCH (ITA)

Vertikaldistanz: 

1817 Höhenmeter im Aufstieg, 1894 Höhenmeter im Abstieg.

Horizontaldistanz: 

28,62 Kilometer.

Höhenprofil (PDF)

 

         

Gesamt:

 

Vertikaldistanz: 

15422 Höhenmeter im Aufstieg, 14659 Höhenmeter im Abstieg

Horizontaldistanz: 

238,09 Kilometer

Videos zur Motivation